
50 Jahre „Hermannstädter Zeitung“ in Rumänien
20. Februar 2026Wie das Bundeskriminalamt der Internationalen Medienhilfe (IMH) exklusiv mitgeteilt hat, wurden 2025 in Deutschland offiziell 54 Gewaltdelikte gegen Journalisten bzw. Medienmitarbeiter registriert.
Davon hatten 26 Angriffe eine ausländische Ideologie als Tatmotiv. Diese Attacken fanden größtenteils im Rahmen von anti-israelischen Demonstrationen mit arabisch-islamistischen und linksextremen Teilnehmern statt. Weitere 15 Taten hatten einen ausschließlich linken Hintergrund. Neun Angriffe hatten einen ideologisch rechten Hintergrund. Bei vier Vorfällen ließ sich kein klares Motiv identifizieren. Die Kategorien und ihre Bezeichnungen stammen vom Bundeskriminalamt (BKA).

Tatmotive bei Gewaltdelikten gegen deutsche Journalisten laut Bundeskriminalamt
Die meisten der 54 im vergangenen Jahr verifizierten Angriffe ereigneten sich in Berlin, da dort besonders viele Demonstrationen stattfanden.
2025 wurden acht Taten mehr registriert als noch 2024 (46 Delikte). Im Vergleich zu 2023 (25 Delikte) verzeichnet die Statistik sogar ein Plus von über 100 Prozent. Auch in den Vorjahren waren Täter aus dem arabisch-islamistischen und linksextremen Spektrum nach den amtlichen Daten die größte Gefahr für deutsche Journalisten.
Zu den Gewaltdelikten gehörten beispielsweise Straftaten wie Körperverletzung, Raub, Brandstiftung oder Freiheitsberaubung. Es sind also Angriffe gegen Journalisten, die klar als solche erkennbar sind und nicht einer subjektiven Bewertung unterliegen.
Die zwei schwersten Attacken auf deutsche Journalisten in der jüngsten Geschichte der Bundesrepublik fanden in Berlin und Leipzig statt:
Am 24. Januar 2024 wurde in Leipzig ein Journalist des Privatsenders „Sachsen Fernsehen“ nach einer Anti-Israel-Demo mit Greta Thunberg krankenhausreif geschlagen. Selbst als er auf dem Boden lag, trat man noch auf ihn ein. Drei Tatverdächtige konnten ermittelt werden, mussten jedoch nicht in Untersuchungshaft. Laut Polizei handelt es sich um drei junge Syrer. Der Gerichtsprozess gegen sie soll am 7. Juli 2026 im Amtsgericht Leipzig beginnen.
Am 1. Mai 2020 wurde ein Team des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) am Rande einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen von rund 15 vermummten Linksextremisten gezielt mit Metallstangen und Fäusten angegriffen und teils lebensgefährlich verletzt. Die Attacke wurde so brutal geführt, dass die Angreifer auch den Tod der Journalisten, Kameraleute und weiteren ZDF-Mitarbeiter einkalkuliert haben mussten. Nur vier der Täter kamen bislang vor Gericht. Obwohl die Opfer bis heute unter den Verletzungen leiden, wurden gegen die Vier im Januar 2024 lediglich Bewährungsstrafen verhängt. Die Mittäter sind weiterhin auf freiem Fuß.
